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Coming of Art - Udo Eberl

 

 

Popstar wollte er werden, Maler, collagieren, doch nach wilder Jugend und verschenktem Abitur zunächst das große Scheitern, die „Coming of Age“ -Katastrophe. Dann komponierte Udo Eberl Musik für Tanztheater erfolgreich. Er wurde Redakteur, entdeckte viel zu spät die Fotokamera für sich. Über drei Jahrzehnte hinweg lichtet er für Feuilletons und Magazine die Stars von Pop bis Jazz auf den Bühnen dieser Welt ab, versucht Emotionen zu komprimieren, Musik sichtbar zu machen und einzufrieren. Er gestaltet zweimal das Programm des Internationalen Donaufestes mit jeweils mehr als 300.000 Besuchern, schreibt und inszeniert Stücke, verliert sich in Lyrik, findet zurück zur Kamera als Ausdrucksmittel seiner tiefsten Gefühle.

 

Digital fotografieren, analog denken ist sein Weg. Udo Eberl verzichtet auf Photoshop, setzt allein auf die Fokussierung, Schärfe, den Ausschnitt seiner künstlerischen Realität. Die Annäherung erfolgt mit dem Auge, nicht durch den Sucher. Wo steckt der Impuls? Das Bild muss im Kopf entstehen. Wenn er seine Kamera in die Hand nimmt, sind Ausschnitt und Schärfegrad bereits gewählt. Einen Schuss, maximal drei, mehr Chancen bekommt das Motiv nicht, dann muss die Komposition ihre Magie entfalten. Stilleben, Objektfotografie, Makros entstehen so.

 

Vor drei Jahren nach intensiver Vorarbeit das Outing. Udo Eberls - „Annäherungen an einen Museumswärterstuhl“ ist bei der Triennale Ulmer Kunst im Ulmer Museum zu sehen. Der Leiter des ZKM, Museum für Neue Kunst in Karlsruhe, kauft diese Arbeit an. Es folgen Einzelausstellungen im Zehnstadel Leipheim (2013) und in der Städtischen Galerie Laupheim (2014). Ende 2015 wird er im Künstlerhaus Ulm ausstellen. Geplant ist zudem eine Ausstellung in Turin und sein öffentlich gefördertes Performance/Fotografie Projekt „Under the Bridge“ entsteht derzeit.

Aus der „Coming of Age“ - Katastrophe ist längst ein „Coming of Art“ - Fieber erwachsen. Unheilbar und ansteckend.